Jerry Yang tritt zurück

Der Internetpionier und Mitgründer von Yahoo, Jerry Yang tritt als Vorstand zurück. Das erklärte das Unternehmen in Sunnyvale heute. Damit scheitert der “Chief Yahoo”, so sein symbolischer Titel, erneut nach nur 17 Monaten an der Unternehmensspitze. Er hat gekämpft und es dennoch nicht geschafft, die schwerwiegenden Probleme der einstigen Vorzeigefirma des Silicon Valley zu lösen. War das Unternehmen einst 1994 angetreten, das Web zu katalogisieren, so schwächelte die Bilanz von Yahoo doch seit längerem. Während Erzrivale Google trotz aktueller Finanzkrise noch immer Zuwächse verzeichnet, dümpeln die Umsätze der einst mächtigen Suchmaschine Yahoo vor sich hin. Daran konnte auch der Kauf der Foto-Community Flickr und des Bookmarkdienstes del.icio.us im Jahre 2005 nichts ändern. Im Gegenteil, Yahoo ist ein Sammelsurium von Applikationen, die zueinander völlig inkompatibel sind. Lediglich Yahoo! Mail ist mit über 200 Millionen E-Mail-Accounts noch immer Marktführer. Mit dem gescheiterten Versuch einer Übernahme durch Microsoft im Sommer diesen Jahres wollte sich der Redmonder Software-Riese ein Stück des Anzeigenmarktes im Internet sichern. Die von Microsoft-Chef Steve Ballmer gebotenen 33 Dollar je Aktie waren Yang offenbar nicht genug, er stemmte sich vehement gegen den Kauf. Etwas mehr als 10 Dollar kostete die Aktie zuletzt. Das ist ein Grund für den Druck, den verärgerte Aktionäre auf Yang ausgeübt haben. Nun zieht er die Konsequenzen und geht. Doch was wird aus Yahoo?

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